Wellness
Das Körperhaar
Ursprünglich diente das Haarkleid der Wärmeregulation. Inzwischen hat der Mensch sein Haarkleid weitgehend verloren, dennoch finden sich fast über die gesamte Haut verteilt, auch heute noch winzige Härchen – abgesehen vom Kopfhaar und der Schamhaargegend, wo der Haarwuchs dichter und kräftiger ist.
Diese Härchen erfüllen auch heute noch eine Funktion: Sie vergrößern die Oberfläche und fördern den Wärmeaustausch mit der Umgebung. Andererseits binden sie Feuchtigkeit; deshalb sind sie verstärkt in Körperregionen zu finden, an denen sich viele Schweißdrüsen befinden (z.B. in der Achselgegend).
Männer weisen in der Regel einen stärkeren Haarwuchs auf als Frauen, besonders an den Extremitäten und oft im Brust- und Rückenbereich.
Während ein stärkerer Haarwuchs bei Männern meist noch toleriert wird, ist für die meisten Frauen ein sichtbarer Haarwuchs ein ernstes kosmetisches Problem. Dem versucht man mit Epilationsmethoden zu entgehen.
Was ist Epilation?
Unter (engl.) Epilation versteht man die Entfernung von Kopf- und / oder Körperhaaren aus kosmetischen Gründen oder zu Behandlungszwecken (vor allem bei Pilzkrankheiten).
Inzwischen wurde eine ganze Reihe von Methoden entwickelt, unerwünschten Haaren zu Leibe zu rücken: Galvanopunktur, Pflasterbehandlung, Epilierzangen (zum Beispiel Zilienpinzetten) und Epilatorien (zum Beispiel Bimsstein, Epilierpasten und -cremes auf Sulfid-, Stannit- oder Thioglykolat-Basis), sind nur einige der Begriffe aus der heutigen Kosmetik. Besonders radikal ist die Strahlenbehandlung, die eine Dauerepilation bewirkt, heute aber als überholt gilt.
Methoden und ihre Wirkungen
Das Körperhaar besteht hauptsächlich aus Keratin, also den verhornten Resten spezieller Hautzellen. Der Haarwuchs geschieht in der Haarwurzel, die in die Körperhaut eingebettet ist und sehr teilungsaktive Zellen enthält. Kopfhaar wächst am Tage um bis zu 0,3 mm, Haare in anderen Körpergegenden wachsen wesentlich langsamer.
Eine Rasur beschleunigt bekanntlich den Haarwuchs; wer also einmal damit angefangen hat, muss sich in der Folge oft regelmäßig weiter rasieren.
Um dem zu entgehen, greifen viele Frauen zur Epilation. Das bedeutet möglichst auch die Haarwurzel zu entfernen. Dies ist in der Regel eine äußerst schmerzhafte Angelegenheit, weil sie zwangsläufig mit Hautverletzungen einhergeht.
Die meisten unter das Stichwort Epilation fallenden Methoden entfernen die Wurzel nicht wirklich, sondern schädigen sie nur. Das Nachwachsen des Haares wird damit nicht verhindert, sondern nur verzögert. Die Behandlung muss also ebenfalls in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.
Am wenigsten schmerzhaft ist die chemische Behandlung. Hier wird über Cremes und Tinkturen das Keratin aufgelöst; die Haarwurzel bleibt erhalten. Rein mechanisch wirken hingegen Wachse, Scheuermittel (zum Beispiel Bimsstein) oder elektrische Epiliergeräte.
Heißwachs
Im ersteren Falle werden die Haare durch eine Wachsschicht gebunden und beim Abziehen herausgezogen. Der Effekt ist der gleiche wie bei einem Wundpflaster, das man abzieht. Verschiedene chemische Zusätze sollen jedoch dafür sorgen, dass das Schmerzempfinden herabgesetzt wird.
Heißwachs-Behandlungen werden von vielen Kosmetiksalons angeboten, doch sind Heißwachs-Produkte auch für den Hausgebrauch erhältlich. Das Wachs, bestehend aus einem klebrigen Zucker-Gemisch und Pflegezusätzen, wird im Wasserbad oder in der Mikrowelle erhitzt, aufgetragen und anschließend mit einem Vlies-Streifen ruckartig entfernt.
Die Haare bleiben am Streifen kleben. Bei ungeübten Anwenderinnen, die das Wachs oft zu lange auf der Haut trocknen lassen, besteht die Gefahr von Hautverletzungen. Daher wird meist geraten, eine solche Behandlung durch eine geübte Kosmetikerin durchführen zu lassen.
Epiliergeräte
Bei den elektrischen Epilier-Geräten wirken rotierende Scheiben wie Pinzetten, die selbst kürzeste Härchen möglichst direkt an der Wurzel entfernen sollen. Der Vorteil ist der gleiche wie beim Heißwachs: Die Beine bleiben lange glatt. Die Anwendung ist mit einem leichten Ziepen verbunden, das aber nach der Gewöhnungsphase nachlässt.
Der Vorteil:
Das Epiliergerät ist ohne vorbereitende Arbeiten sofort einsatzbereit. Vor dem Einsatz des Epiliergerätes sollte man dennoch einiges beachten:
Die Haut muss völlig fettfrei und trocken sein.
Nicht nach dem Duschen oder Baden epilieren:
Durch die Feuchtigkeit wird die Haut aufgeweicht und somit empfindlicher.
Längere Haare ein paar Tage vorher abrasieren und dann nur die Stoppeln epilieren. Dann ziept es nicht so stark.
Nicht an allen Körperstellen ist der Einsatz der Geräte angesagt:
Empfindliche Haut, besonders in den Achselhöhlen und der Bikini-Zone, nimmt die Behandlung manchmal übel. Im Intimbereich sollte man Epilationsgeräte grundsätzlich nicht anwenden: Aufgrund der vielen Hautfältchen besteht Verletzungsgefahr.



